| Montag, 21. September 2009 um 17:25 |
Dolomitenturnier 2009 - Erlebnis eines PfitschipfeilsIst ja typisch, nicht genug, dass ich nach einer unbequemen Fahrt in einem Auto auch noch die Nacht in, na eben diesem, verbringen musste, reißt sie mich auch noch in aller Früh aus meinem Schlaf. Aber endlich, werd ich um den Bauch meiner Besitzerin geschnallt - natürlich in meinem wundervollen bordeauxfarbenen Lederköcher, in dem es immer so herrlich riecht. Alle meine anderen Kollegen und meine Freunde ZWEI und DREI sind natürlich auch mit dabei. Von Weitem sehe ich schon den Einschussplatz. Juhuu, endlich gibt es...
....wieder was zu tun. Ich freu mich. Zwar ist es noch ein bisschen feucht und kühl, aber das wird schon werden. Das Einschießen ist wie immer gleich fad. Das bin ich schon gewöhnt, das kenn ich schon. Aber jetzt geht’s Richtung Parcours. Herrlich! Ich bin schon gaaanz aufgeregt und hüpfe im Köcher hin und her. Schon nimmt sie mich behutsam aus dem Köcher und spannt mich mit meiner herrlich roten Nocke in die zarte und dennoch kräftige Sehne ein. Meine Nocke umklammert die Sehne, wie immer fest und dennoch jederzeit bereit sie wieder zu verlassen. Ich schmiege meinen Schaft auf das Shelf, warte eifrig, gespannt, neugierig und mein Puls beschleunigt sich. Ich spüre wie ich gedrückt werde und langsam am Shelf nach hinten gleite. Jetzt gleich ist es so weit. Schon lässt sie mich los und ich fliege wie ein Pfitschipfeil (ach ja, ich bin ja auch einer) auf einen Pandabären zu. Ich komme, ich erwische dich, gleich hab ich dich!!! Ich sause auf das Kill zu und, und, und……lande im Laub. Mist, schon wieder so ein weiter Schuss. Schon wieder komme ich nicht dahin wo ich hinwollte. Sehnsüchtig warte ich auf ZWEI und wünsche ihm viel, viel mehr Glück als mir. Da hör ich schon ein Zischen. Jaaa, er kommt und gleich wird er da über mir im Panda…… Zack, keine 5 cm vor mir gräbt er sich ebenfalls ins Laub. Was soll denn das, was tust du da!!! Du gehörst doch….Pleng!! Endlich DREI hat seinen Platz gefunden und gräbt sich tief in das Kill des Pandabären. Na, das kann ja lustig werden, wenn das so weiter geht. Und es geht so weiter. Bis ich am nächsten Tag eine Ratte entdecke. Ich fliege auf sie zu und will ihr den Garaus machen. Plink!! Auweh, auweh, ich breche, ich reiße, ich bin nicht mehr. Meine ganze Energie ist beim Teufel. Mit hängendem Federnkopf trete ich die Heimreise an. Der blöde Baum hat mich ruiniert. Die anderen im Köcher flüstern und erzählen sich von dem tollen Turnier, dass sie miterleben durften. Alles nur weil, ICH – die Nummer EINS – nicht das geleistet habe, was ich leisten hätte sollen. Na super, aber ein paar Mal, ein paar Mal, war ich echt gut. Und ich sag euch, meine Freunde, die kommen nächstes Jahr wieder, in diese herrliche Gegend mit den beiden extrem lässigen Parcours, mit Stimmung pur, mit einer „Aber Hallo – Organisation“ die zu den besten Österreichs gehört. Ich schicke sie euch alle, aber die neue Nummer EINS wird nächstes Jahr so richtig fliegen, wie eben, na – ein richtiger Pfitschipfeil!!!!
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